Funktionale Sicherheit

TÜV zertifiziert INTORQ BFK458 auch als Betriebsbremse




Aerzen, 30. Januar 2018
Die Sicherheitskennwerte der erfolgreichen INTORQ-Bremsenbaureihe BFK458 sind kürzlich durch den TÜV geprüft und bestätigt worden. Für den Bremsmomentenbereich 4 Nm bis 600 Nm stehen unseren Kunden damit Sicherheitskennwerte der 9 Baugrößen für den eigenen Nachweis der funktionalen Sicherheit zur Verfügung. Sowohl für den Einsatz als Halte- wie auch als Betriebsbremse ergeben sich dadurch aufseiten des Kunden ein geringerer Prüfaufwand und eine Vereinfachung des Sicherheitsnachweises des gesamten Antriebs.

„Die Kundenresonanz zeigt uns, dass wir mit den nun verfügbaren und geprüften Sicherheitskennwerten wichtige Daten bereitstellen können, die unser Wettbewerb nicht anbieten kann“, berichtet Dr. Matthias Callesen, INTORQ Produktmanagement.

Die Grundlage des Eignungsnachweises ist die in Versuchsreihen ermittelte Schaltanzahl bis zum gefährlichen Ausfall von 10 Prozent der Bremsen im Versuch. Ein gefährlicher Ausfall, bei dem Risiken für Mensch und Maschine bestehen können, ist so definiert, dass das geforderte Mindestmoment durch die Bremse nicht mehr erreicht wird. Die sichere Einhaltung des Bremsmoments ist insbesondere für Anwendungen mit hängenden Lasten (Kran- und Hebezeuge) oder hoher Antriebsdynamik (Robotik, Werkzeugmaschinen, Verpackungsmaschinen) oftmals nachzuweisen, um Schaden zu vermeiden.

Die Einstufung der Sicherheitsfunktion der modularen Bremsenbaureihe BFK458 in den Baugrößen 06 – 25 für Einzelbremsen erfolgte in den Performance-Levels PL-c sowie den Safety Integrity Levels SIL-1. Als Doppelbremse wurde aufgrund der Redundanz jeweils eine höhere Stufe PL-d und SIL-2 anerkannt.

Voraussetzung für die Einhaltung der Sicherheitsfunktion sind die bestimmungsgemäße Verwendung und die sichere Montage der Federkraftbremse am Motor. Bei der Projektierung ist ein geräuschgedämpfter Rotor mit Zahnzwischenring auszuwählen und eine funktionssichere Welle-Nabe-Verbindung durch den Kunden auszulegen. Der Verschleiß des Reibbelags muss unter den Belastungen der Anwendung überprüft werden. Darüber hinaus gilt es, die Bremsen stets so zu projektieren, dass 80 Prozent des angegebenen Kennmoments für die sicherheitsrelevante Funktion ausreichen.

Sind Sicherheitsabfragen in der Antriebssteuerung integriert, kann unter Umständen eine Einstufung der Bremse in einen höheren Performance-Level erfolgen. Detaillierte Kenndaten wie etwa MTTFd oder PFHd werden auf Nachfrage zur Verfügung gestellt und unterstützen so den rechnerischen Nachweis zur funktionalen Sicherheit des Antriebssystems.


INTORQ BFK458 Safety brake
Fotos: INTORQ GmbH & Co. KG